Unternehmensgeschichte und Markenhistorie – die heimlichen Erfolgsfaktoren des Marken- managements

Erfolgreiches Markenmanagement benötigt heute angesichts der veränderten Wettbewerbsbedingungen eine Art „Markierung“ der Produkte im Wahrnehmungsfeld der Öffentlichkeit. Vor allem über Traditionssymbole werden identitätsrelevante Positionierungen in das kollektive Gedächtnis der Öffentlichkeit hineingeschrieben. Sie sind Erinnerungsmarken für Erfahrungen, Assoziationen, Gefühle und Werte, die im Sediment des öffentlichen Gedächtnisses abgelagert sind. Der Beitrag legt dar, auf welch unterschiedliche Weise Traditionsbilder im Sinne von Brand Heritage neue Distinktions- und Reputationsgewinne schaffen und Premiumpotenziale im Wettbewerbsfeld ermöglichen.

Darüber hinaus werden Leitlinien für ein modernes Traditionsmanagement vorgestellt. Anhand von exemplarischen empirischen Fällen wird veranschaulicht, wie wettbewerbsdifferenzierende Selbstbeschreibungen bzw. „company-stories“ eine Identität schaffen, die kommunizierbar ist; ferner wie Traditionsbilder mit dem Gedächtnis der Öffentlichkeit verzahnt werden und damit eine besondere Form der Markenreputation schaffen, und schließlich wie der Markenmythos eine besondere Form einer öffentlichen Erinnerungskultur reflektiert, die in einer tief verwurzelten Sockel-Loyalität zu einem Unternehmen oder Produkt mündet.